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Wehen erkennen: Wann es wirklich losgeht

Wie sich Übungswehen, Vorwehen und Geburtswehen unterscheiden und wann es Zeit ist, Hebamme oder Klinik anzurufen.

Schwangere Frau legt die Hände auf ihren Bauch
Foto: Jupilu / Pixabay

Aktualisiert am 23. Oktober 2026 · von Adlan Khatsuev

Unsere Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung. Bei Fragen zu Schwangerschaft, Geburt oder der Gesundheit deines Kindes wende dich an deine Hebamme oder deine Frauen- bzw. Kinderarztpraxis.

Ob es wirklich losgeht, lässt sich nicht immer sicher sagen. Es gibt aber Muster, an denen du dich orientieren kannst.

Übungswehen

Übungswehen, auch Braxton-Hicks-Kontraktionen genannt, können schon ab der Mitte der Schwangerschaft auftreten. Der Bauch wird für kurze Zeit hart. Die Abstände sind unregelmäßig, die Wehen sind meist schmerzlos oder nur leicht unangenehm. Ein Positionswechsel, Hinlegen oder ein warmes Bad lässt sie oft abklingen.

Vorwehen

In den letzten Wochen vor der Geburt werden die Kontraktionen häufiger. Sie bereiten den Körper auf die Geburt vor, ohne dass sie unmittelbar beginnt. Vorwehen bleiben unregelmäßig und verändern sich über Stunden kaum.

Woran du Geburtswehen erkennst

  • Die Abstände werden kürzer und regelmäßiger.
  • Die einzelnen Wehen dauern länger und werden stärker.
  • Ein Positionswechsel oder ein Bad ändert nichts daran.
  • Manchmal löst sich der Schleimpfropf oder es geht Fruchtwasser ab.

Wehen zählen

Notiere über ein bis zwei Stunden Beginn und Ende jeder Wehe, mit einer Stoppuhr oder einer Wehen-App. So erkennst du, ob sich ein Muster bildet, und kannst Hebamme oder Klinik am Telefon genaue Angaben machen.

Wann du anrufen oder losfahren solltest

Ruf im Zweifel immer zuerst deine Hebamme, dein Geburtshaus oder die Klinik an. Die Fachleute dort können am besten einschätzen, ob du kommen solltest.

Melde dich sofort, wenn Fruchtwasser abgeht, du blutest, starke Dauerschmerzen hast oder kaum noch Kindsbewegungen spürst, unabhängig davon, wie regelmäßig die Wehen sind. Die Klinik sagt dir dann, ob du selbst kommen oder liegend transportiert werden solltest. Im Notfall wähle die 112.

Was du für die Geburt einpacken solltest, steht in unserer Checkliste Krankenhaustasche packen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Übungswehen und Geburtswehen?

Übungswehen kommen unregelmäßig, sind kaum schmerzhaft und lassen oft nach, wenn du dich bewegst oder hinlegst. Geburtswehen werden mit der Zeit regelmäßiger, stärker und länger und lassen sich durch einen Positionswechsel nicht aufhalten.

Wann sollte ich in die Klinik fahren?

Eine verbreitete Faustregel ist die 5-1-1-Regel: Wehen etwa alle 5 Minuten, jeweils rund 1 Minute lang, über mindestens 1 Stunde. Viele Kliniken und Hebammen nennen eigene Richtwerte. Halte dich im Zweifel an deren Empfehlung.

Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Verantwortlich: Adlan Khatsuev.