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Glossar

Begriffe rund um Schwangerschaft, Geburt und die ersten Babymonate kurz erklärt.

Kurze Erklärungen, keine medizinische Beratung. Bei Fragen zu deiner eigenen Schwangerschaft oder deinem Baby ist die Hebamme oder Ärztin die richtige Ansprechperson.

Wochenbett
Die ersten sechs bis acht Wochen nach der Geburt, in denen sich Körper und Gebärmutter zurückbilden. Ausführlich im Ratgeber Wochenbett: Was jetzt wichtig ist.
Kolostrum
Die erste, gelblich-dickflüssige Muttermilch, die in den ersten Tagen nach der Geburt in geringer Menge, aber nährstoffreich gebildet wird. Sie wird auch Vormilch genannt.
Pucken
Das enge Einwickeln eines Neugeborenen in ein Tuch, das an die Enge im Bauch erinnern und den Moro-Reflex dämpfen soll. Anleitung im Ratgeber Baby richtig pucken.
Vernixschicht (Käseschmiere)
Eine weißlich-fettige Schutzschicht auf der Haut des Babys bei der Geburt, die die Haut im Fruchtwasser schützt und sich meist von selbst abbaut.
Milcheinschuss
Der Zeitpunkt, meist zwischen dem zweiten und vierten Tag nach der Geburt, an dem die Milchmenge deutlich zunimmt und die Brust spürbar voller wird.
Fontanelle
Weiche, noch nicht verknöcherte Stellen am Schädel eines Neugeborenen, die ein vorsichtiges Zusammenschieben des Kopfes bei der Geburt ermöglichen und sich im Lauf der ersten Lebensjahre schließen.
Kindsbewegungen
Die spürbaren Bewegungen des Babys im Bauch, meist ab der zweiten Schwangerschaftshälfte deutlich wahrnehmbar. Ein auffälliger Rückgang der Bewegungen sollte immer mit Hebamme oder Ärztin abgeklärt werden.
Beckenendlage
Eine Lage des Babys, bei der das Gesäß oder die Füße statt des Kopfes nach unten zum Geburtskanal zeigen. Je nach Lage und Verlauf wird über vaginale Geburt oder Kaiserschnitt individuell entschieden.
Moro-Reflex
Ein angeborener Schreckreflex bei Neugeborenen, bei dem Arme und Beine bei plötzlichen Reizen (Geräusch, Lageänderung) reflexhaft ausgestreckt werden. Normalerweise bis zum vierten bis sechsten Lebensmonat vorhanden.
Neugeborenengelbsucht
Eine häufige, meist harmlose Gelbfärbung der Haut in den ersten Lebenstagen durch den Abbau von Bilirubin. Bei starker Ausprägung prüft die Kinderärztin, ob eine Behandlung (z. B. Fototherapie) nötig ist.
Stillberaterin (IBCLC)
Eine auf Stillen spezialisierte Fachperson, oft mit der internationalen IBCLC-Zertifizierung, die bei Stillproblemen wie Schmerzen oder Anlegeschwierigkeiten unterstützt.
Beikost
Feste oder breiförmige Nahrung, die ergänzend zur Muttermilch oder Fläschchennahrung eingeführt wird, in Deutschland meist ab dem fünften bis siebten Lebensmonat, nach individueller Einschätzung.
Schreibaby
Umgangssprachliche Bezeichnung für Babys, die ungewöhnlich häufig und lang schreien, oft im Zusammenhang mit der sogenannten Dreimonatskolik. Bei starker Belastung helfen Hebammen, Kinderärztinnen und spezialisierte Schreiambulanzen.
CTG (Wehenschreiber)
Ein Gerät zur gleichzeitigen Aufzeichnung der kindlichen Herztöne und der mütterlichen Wehentätigkeit, das in der Schwangerschaft und während der Geburt zur Überwachung eingesetzt wird.